Das war 2016

10.01.2017 13:50 von Julia Pollak

Altigkeiten – Neueres – Editorial

 

Vor 2 Jahren habe ich das Editorial damit begonnen, dass es rundherum kracht, weil der Rauhreif auf den Bäumen zu schwer wurde. Nun, jetzt sind wir gerade im Wald, um die letzten Schäden von damals zu beseitigen und um aus den Stämmen Bauholz für unseren Baumschul-Heurigen zu schneiden – dazu aber später.

Ich möchte aber gleich ´in medias res´ vorgehen. Nachdem wir unser Jubiläumsjahr 2014 gut über die Bühne gebracht hatten, ging es 2015 gleich weiter. Mit unserer, seit 2010 gepachteten und mit Erfolg betriebenen, Zweigstelle in Gmünd musste etwas geschehen. Bei den Glashäusern, Marke Eigenbau aus den 1950ern, gab es keine einzige ganze Glasscheibe mehr, das viel zu kleine Verkaufsgebäude nicht gerade einladend. Aus diesen Gründen entschlossen wir uns, alles abzureißen und neu aufzubauen. Planungsarbeiten, bürokratische Errungenschaften konnten noch im Winter erledigt werden. Am 9. Juni 2015war es dann soweit: Bagger da, alles weg, Baugrube fertig. Da das neue Gebäude zweigeschossig wurde, musste erst mal ein Keller betoniert werden. Der hat sich in der Zwischenzeit bestens bewährt. Da er auf 3 Seiten zugeschüttet wurde, ist er idealst als kühles Lager für Pflanzen, Blumen, Reisig, Obst, usw.. Das Erdgeschoss wurde in Holzriegelbauweise ausgeführt. Das ganze Holz kam großteils und bis auf 2 Monsterleimbinder aus dem eigenen Wald, wobei natürlich auch Schadholz vom Rauhreifbruch verwendet wurde. Für diese Holz-Arbeiten stellte ich extra einen Zimmermann an. Die Dachfläche von ca. 200 m² wurde - natürlich - bepflanzt, insgesamt wurden etwa 1500 dafür geeignete Pflanzen gesetzt. Als Neu-Eröffnungstermin hatten wir den 10.10., um 10´10 Uhr vorgesehen. Schlussendlich wurde es dann auch, nach nur 4 monatiger Bauzeit, eine Punktlandung. Unter Beisein zahlreicher Prominenz, mit gut 100 Gästen konnten wir bei prächtigstem Oktoberwetter unsere neue ´Blumenwerkstatt Flora Norah´ eröffnen. Und wie es sich gehört, möchte ich mich bei dieser Gelegenheit auch nochmals bei allen ausführenden Firmen, besonders bei meinen MitarbeiterInnen, Martin, Peter, Louis, Hannes, Tamara, Lisa, Sabine, Tina,… und insbesonders bei meiner Familie, allen voran meinen beiden Brüdern Erwin und Engelbert bedanken – gerade ohne die beiden letztgenannten wären wir niemals termingerecht fertig geworden. Damit war der 1. Bauabschnitt in unserer Zweigstelle abgeschlossen. 2016 wurde dann im Laufe des Jahres eine Art Wintergarten dazugebaut – einen eigenen Namen dafür haben wir allerdings noch nicht. 2017 oder 2018 wird noch mit dem Bau von einem oder mehreren Folienhäusern und Stützmauern der Neubau abgeschlossen sein.

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Aber auch in der Baumschule waren wir 2016 baulich aktiv – und wie! Die Gedanken an einen zusätzlichen Bau gab es ja schon länger. Für die Destillerie, die Imkerei, die Obstpresse musste irgendwo ein Platz geschaffen werden. Dazu kommt, dass der Einschlagkeller für die Obstbäume einfach zu klein war, der Mitarbeiterraum für maximal 10 Leute ausgerichtet war (mittlerweile sind wir meistens über 20!), und vor den Klo´s kam es bei unseren diversen Veranstaltungen des Öfteren zu WartezeitenJ. Und wir wollten (oder soll ich besser sagen Ich?) unseren Kunden, welche nicht selten lange Anfahrtszeiten zu uns in Kauf nehmen, die Möglichkeit geben, sich vor Ort zu stärken. Gerade in der Saison ist es manchmal so, dass Wartezeiten entstehen, weil einfach viel los ist. Und da wäre eine Verköstigung in irgendeiner Form optimal. Nach längeren Überlegungen haben wir dann die Errichtung eines bäuerlichen Buschenschankes in Erwägung gezogen, auch im Hinblick auf unsere eigene Produktlinie ´Freiwalder´, die übrigens ein voller Erfolg geworden ist. Vorausschauend auf solche, künftige Entwicklungen haben Liane und Maria bereits im Winter 14/15 eine umfangreiche Ausbildung zur zertifizierten Buschenschänkerin gemacht.

Und irgendwann im Sommer, nachdem ich einige Planvorschläge gezeichnet hatte, haben wir uns für einen umfangreichen Zubau entschieden.

Bis daraus ein Baumeisterplan wurde, sämtliche Bewilligungen und Zustimmungen eingeholt werden konnten, verging natürlich einige Zeit. Anfang November, mit Abklingen der Herbstsaison, war es dann aber soweit, dass der Aushub beginnen und das Kellergeschoß in Angriff genommen werden konnte.

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Und weil wir schon dabei waren, wurde an der Nordseite unseres Teiches auch gleich eine Stützmauer samt Stiegenabgang mit einer Länge von 35m mitgemacht, mit Auslässen für unsere bereits bestehende ´Russische Selch´. Bis kurz vor Weihnachten gab´s somit noch reichlich Arbeit. Am Dienstag, den 20. Dezember, war es, nach einigen Verzögerungen, dann aber soweit, wir konnten die 250 m² große Kellerdecke betonieren und hatten damit das erreicht, was unser Ziel war. Dementsprechend fiel natürlich auch die Kellergleiche aus.

Auch privat hat sich letztes Jahr bei uns etwas getan. Am 16. Juli haben sich Liane und ich getraut und haben Ja zueinander gesagt.
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Eine Neuerung gibt es auch in diesem Sortimentskatalog: Seite 168-169 haben wir uns bzgl. Winterhärte der einzelnen Pflanzen etwas einfallen lassen.

Für 2017 wartet noch viel Arbeit auf uns. Irgendwann im September möchten wir jedenfalls ´Lilly´s Baumschulheurigen´ eröffnen.

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